Vom Nebenschauplatz zum Unternehmensziel: Darum ist Gesundheit im Betrieb heute so wichtig

Aktualisiert: 16. Feb.


Fühlt sich ein Mitarbeiter fit und gesund, kann er auch mehr leisten und dementsprechend dem Unternehmen einen größeren Mehrwert bieten. Viele Experten sind sich dem einig. In den letzten Jahren konnte man daher große Fortschritte im betrieblichen Gesundheitsmanagement erkennen. Doch die Potenziale zur Förderung von Gesundheit werden bei Weitem nicht ausgeschöpft und es bedarf an einem neuen Denken und einem neuen gesamtunternehmerischen Ansatz, so zeigt es die neue Studie der Roland Berger GmbH aus dem Jahre 2020.


Vordenker in Sachen Gesundheit:

Um ein gut strukturiertes betriebliches Gesundheitsmanagement planen und umsetzen zu können bzw. um überhaupt erste Maßnahmen erfolgreich im Unternehmen etablieren zu können, muss eine Aufklärung über die genaue Definition von Gesundheit stattfinden.


Während die meisten Menschen damit eine gerade Haltung am Arbeitsplatz, genügend Flüssigkeitsaufnahme, eine bunte Ernährung und ausreichend Bewegung assoziieren, geht der Begriff tatsächlich weit darüber hinaus bzw. beginnt vorerst mit dem Schaffen eines größeren Bewusstseins für ganzheitliche Gesundheit.


Die WHO definiert Gesundheit als einen Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.


Laut neuesten Trends und Experten, spricht man auch zunehmend von folgenden vier Kernbereichen: Bewegung, Ernährung, Regeneration und Erholung, sowie mentale Gesundheit (Mindset & Verhalten), also die Balance zwischen körperlichem und mentalem Wohlbefinden. Maßnahmen sollten damit mehr als die Vermeidung von Krankheitstagen erzielen und individueller gestaltet werden.


Gesunde Mitarbeiter, gesunde Zahlen: Maßnahmen lohnen sich

Der betriebliche Einsatz für die Gesundheit der Mitarbeiter kann, je nach Aufwandsgröße, nicht unerhebliche Kosten in der Bilanz verursachen. Dieser Aufwand sollte durch Mehrerlöse bzw. durch das Senken anderer Kosten gedeckt werden.


Eine wichtige Kennzahl sind die Fehlzeiten. Allein in Deutschland haben im Zeitraum 2008 – 2018 die Fehltage um 37% zugenommen, wovon ein Teil dem Anstieg psychischer Erkrankungen geschuldet ist. (Destasis, GKV, Roland Berger GmbH). Die deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement zeigt auf, dass 80% der Arbeitnehmer unter erhöhten Stresslevel und 60% unter Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder Nervosität leiden. Towers Watson bestätigt sogar einen Anstieg des Umsatzes pro Mitarbeiter/in um 11% und eine um 40% geringere Fluktuationsrate.


Wo es hakt: Herausforderungen und ihre Bewältigung

Studien erklären die fehlende Motivation der Angestellten, sowie die Unklarheit über positive Effekte als Hauptschuldiger für das Ausbleiben von Maßnahmen. Dies stellt die Aufklärung von Gesundheit und Wohlbefinden bei Arbeitgeber und -Nehmer und dessen Begeisterung dafür, in den Vordergrund. Dadurch kann eine angepasste Führungskultur erstellt werden.


Ziel sollte es damit sein, körperliche und seelische Gesundheit zum selbstverständlichen Bedürfnis zu machen, so dass in Zukunft keine großen zusätzlichen Projekte mehr erforderlich sein werden.


Laut Befragungen stehen, besonders für die jüngere Generation, ein gesundes Betriebsklima und die Möglichkeit sich selbst um das Wohlbefinden und die persönliche Potentialentfaltung zu kümmern, im Vordergrund. Laut des Corporate Health Management sollte das Unternehmen damit, in Zusammenarbeit mit Experten, ein Verständnis für die Relevanz des Themas schaffen. Gesundheit sollte in die Unternehmensziele mit einfließen und kontinuierlich, selbstkritisch, mit vorab definierten Kennzahlen, kontrolliert werden.


Fazit:

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Gesundheit und damit die Profitabilität des Unternehmens stark vom Wohlbefinden der einzelnen Mitarbeiter abhängt und es längst nicht mehr nur darum geht, die Mitarbeiter über gesunde Ernährung und Bewegung aufzuklären bzw. Sportmöglichkeiten anzubieten, sondern primär ein Verständnis für die Relevanz des Themas, sowie eine ganzheitliche und gesunde Unternehmenskultur zu schaffen.



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